Gelungener Auftakt zur Veranstaltungsreihe "Herausforderung Reallabor"

In den letzten Jahren sind viele neue Reallabore und Reallabor-Förderlinien entstanden. Mit der Zahl an neuen Reallaboren wächst dementsprechend auch der Bedarf an Austausch und Orientierung, insbesondere zur praktischen Umsetzung: Welche Methoden, die in Reallaboren zum Einsatz kommen haben sich bisher bewährt? Inwiefern sind Arbeitsweise und Ergebnisse aus Reallaboren auf andere Kontexte übertragbar? Und wie sieht es eigentlich mit der tatsächlichen Wirkung von Reallaboren aus? Um diese und weitere Fragen zu diskutieren, hat das Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit die neue Veranstaltungsreihe „Herausforderung Reallabor“ ins Leben gerufen und die Tagung vom 18.02.2021 "Herausforderung Reallabor: Methoden | Übertragbarkeit | Impact", organisiert von Karlsruher Transformationszentrum (KIT/ITAS), Wuppertal Institut und StadtManufaktur (TU Berlin), bildetete hierfür den Auftakt. Knapp 100 Teilnehmende und 40 Reallabore waren hier beteiligt und wir freuen uns schon jetzt auf die weiteren Veranstaltungen der Reihe.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Christine Ahrend, Vizepräsidentin der TU Berlin, bildete Oliver Parodi den Auftakt mit seiner Key Note „Quo vadis Reallabor?“. Dort ging er auch auf die Geschichte des Quartier Zukunft ein, welche eng mit der Entwicklung der Reallaborforschung verbunden ist, und zeigte Perspektiven zur Weiterentwicklung von Reallaboren auf. Es folgte ein kurzer Überblick über die beteiligten Reallabore, die durch die Teilnehmenden an der Tagung vertreten waren.

Bereits hier zeigte sich die Vielfalt an Themen, Perspektiven und Herangehensweisen, die an diesem Tag zusammentrafen. Im Zentrum der Tagung standen die Themen: Methoden im Reallabor – sowohl aus konzeptioneller Hinsicht als auch unter Partizipationsgesichtspunkten –, die Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit (insbesondere im internationalen Kontext) und der Impact von Reallaborarbeit, also was Reallabore bewirken können und wie sich diese Wirkung auch nachweisen lässt. Diese drei Themenfelder wurden in Form von kurzen Spotlights eingeführt.

Antonietta Di Giulio und Rico Defila (Universität Basel), die bereits mehrere Bücher zu Reallabor-Methoden herausgegeben haben (u.a. eine Methodensammlung), zeigten unterhaltsam Möglichkeiten aber auch Fallstricke bei der Entwicklung und Anwendung von Methoden bei der Reallaborarbeit auf. Kern der Tagung bildeten zehn parallele Sessions, bei denen in kleineren Gruppen dann intensiv über bestimmte Fragestellungen diskutiert wurde. Bereits im Vorfeld der Tagung konnten die Teilnehmer*innen Ihre Fragen an die Veranstalter richten – was sie auch in großer Zahl taten.

 

Fazit

Insgesamt hat uns bei der Tagung die große Anzahl an Forschungsvorhaben und Reallaboren überrascht, die noch in den Startlöchern stehen oder gerade erst begonnen haben. Hier wird in den kommenden Jahren also noch viel zu hören sein. Des Weiteren wurde immer wieder die besondere Rolle von Kunst und Kreativität in den Vordergrund gestellt.

 

Nach der Tagung ist vor der Tagung: Nach dem offiziellen Veranstaltungsteil wurden die Teilnehmenden eingeladen, sich bei einem virtuellen Kaffeeplausch untereinander auszutauschen oder mit uns zukünftige Veranstaltungen zu planen. Wir freuen uns über das große Interesse, weitere Veranstaltungen zu Reallaboren durchzuführen und blicken bereits gespannt auf die kommenden Monate!

 

Eine ausführliche Dokumentation der Tagung finden Sie hier:

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